Das Balkonkraftwerk für die Steckdose - Selbst Ökostrom erzeugen

Mit dieser Mini-Photovoltaikanlage können Sie selbst Strom erzeugen, die eigene Stromrechnung reduzieren und zur Energiewende beitragen.

Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk besteht aus einem oder zwei Photovoltaik-Modulen und einem Wechselrichter. Es kann am Balkon, auf dem Dach oder im Garten angebracht bzw. aufgestellt werden und wird einfach mittels Stecker mit einer Steckdose verbunden. Der erzeugte Strom fließt ins Hausnetz, kann direkt verbraucht werden und muss nicht vom Stromanbieter bezogen werden. Der nicht genutzte Strom steht dem öffentlichen Stromnetz zur Verfügung und trägt dazu bei, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

Was gilt es zu beachten?

  • Die maximale Einspeiseleistung beträgt 600 Watt (2 Module).

  • Die VDE empfiehlt eine spezielle Steckdose (Wieland-Steckdose = berührungssicher). Allerdings verfügt jeder Wechselrichter über einen Netz- und Anlagenschutz und damit werden die technischen Mindestanforderungen erfüllt.

  • Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eventuell muss der Stromzähler (kostenlos) ausgetauscht werden (beispielsweise beim mechanischen Zähler ohne Rücklaufsperre).

  • Anmeldung bei der Bundesnetzagentur vorgeschrieben.

  • Ganz selten sind vom Netzbetreiber digitale Einrichtungszähler "always positiv" verbaut worden. Deren Art der Berechnung des Stromverbrauchs sind für das Balkonkraftwerk ungünstig.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

  • einfache Installation

  • portabel, kann beim Umzug mitgenommen werden

  • Anlagen amortisieren sich je nach Gegebenheiten nach 5 bis 10 Jahren

  • 5 bis 10 % des Strombedarfs können gedeckt werden 

  • Garantie auf Module ca. 30 Jahre, auf Wechselrichter 10 - 15 Jahre

  • manche Städte und Kommunen fördern diese Anlagen

  • eignen sich auch für Mieter

Mein Fazit:

 

Wer die Möglichkeit hat, ein Balkonkraftwerk zu platzieren und keine Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch besitzt, der sollte sich Gedanken über die Anschaffung machen. Informationen dazu gibt es zuhauf im Internet.

Das Balkonkraftwerk ist eine sinnvolle Investition um seine Stromkosten zu senken und leistet mit dem eigens produzierten Sonnenstrom außerdem einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Energiewende. Wer deutsche Produkte kauft, spart zusätzlich Energie und Ressourcen.

Anmerkung: Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

 

Förderung von Ladestationen für Unternehmen und Kommunen

Ab dem 23.11.2021 wird die Beschaffung und Errichtung von Ladestationen (Wallboxen, Ladesäulen) an nicht öffentlichen zugänglichen Stellplätzen zum Aufladen von Elektrofahrzeugen von Unternehmen und deren Beschäftigten vom Bund mit 900 Euro pro Ladepunkt gefördert. Wie schon bei der Förderung der privaten Wallbox werden die Anträge über die KfW-Bank gestellt. Die Förderprodukte tragen die Nummern 441 (Unternehmen) und 439 (Kommunen). 

Wer kann Anträge stellen:

  • Unternehmen

  • Einzelunternehmer und Selbstständige

  • freiberuflich Tätige

  • kommunale Unternehmen

  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts (z. B. Verbände)

  • gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen

Was wird gefördert:

  • Kauf neuer Ladestationen mit bis zu 22 kW Ladeleistung und intelligenter Steuerung

  • Einbau und Anschluss der Ladestationen inklusiv aller Installationsarbeiten

  • Energiemanagement-Systeme zur Steuerung der Ladestationen

Anforderungen an die Ladestation, Wallboxen

  • Wechselstrom-Ladepunkte

  • Anlage muss neu sein

  • stationär und fest verkabelt

  • max. 22 kW pro Ladepunkt

  • Anlage muss sich auf der Liste der förderfähigen Ladestationen befinden

  • Einbaumaßnahmen sind nur durch Fachunternehmen vorzunehmen

Voraussetzungen:

  • Der Strom für die Wallbox muss zu 100 % grün sein – also von einer eigenen PV-Anlage oder einem Ökostrom-Anbieter bezogen werden. Ein Nachweis ist Pflicht.

  • Die Ladestation muss mindestens 6 Jahre ab Inbetriebnahme genutzt werden.

  • Ihre Gesamtkosten müssen mindestens 1.285,71 Euro­ betragen, sonst können Sie keinen Zuschuss erhalten.

  • Die maximale Zuschuss­höhe beträgt 45.000 Euro je Standort.

  • Die Frist zur Umsetzung beträgt 12 Monate.

  • Reporting vorgeschrieben (2 x pro Jahr Ladevorgänge melden)

  • Die Wallbox darf nur für Firmenwagen und Mitarbeiter-Fahrzeuge genutzt werden und der Strom muss aus erneuerbaren Energien bezogen werden.

So funktioniert es:

  • Zuschuss im KfW-Zuschussportal vor dem Kauf beantragen.

  • Erst nach Freigabe Vorhaben durchführen (Kauf und Installation).

  • Reporting durchführen: Nach Inbetriebnahme der Ladestation ist diese über die Online-Plattform OBELIS gewerblich (Online-Berichterstattung Ladeinfrastruktur) unter https://obelis.now-gmbh.de der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW zu melden.

  • Zuschuss erhalten: Das Fördergeld erhalten die Antragsteller direkt auf ihr Konto gutgeschrieben. Dafür muss das Unternehmen alle Rechnungen gesammelt auf der Online-Plattform der NOW hochladen.

Anmerkung: Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.